Newsletter Juli 2016

Während in Kackschland der national erregte Fanmob seine schwarzrotgelb verschmierte Patriotenparty schmeißt, Großbritannien mehrheitlich (und trotz aller Bemühungen) die nationale Abschottung und staatlichen Rassismus innerhalb der EU noch immer für zu wenig hält und deutsche Gerichte von Vergewaltigung Betroffene an den Pranger stellen, hat das AMS-ZK größtenteils auf Ferienkommunismus verzichtet und entschlossen die Planung und Organisation des näherrückenden Action Mond und Sterne vorangetrieben.

Wie versprochen wollen wir euch hierüber auf dem Laufenden halten et voilá: Heiß und fertig für die Gerüchteküche die wichtigsten Infos, Aufrufe und Updates.

Übrigens: Sollten euch einzelne Punkte aus dem letzten Newsletter bekannt vorkommen, so liegt das daran, dass unsere Anfragen und Aufrufe bislang keine oder (zu) wenig Resonanz erzeugt haben und wir zunehmend besorgt sind, was einen reibungsarmen Ablauf des AMS betrifft….

Hunde

Wir wissen, wie schwer bis unmöglich es aus organisatorischen oder emotionalen Gründen für viele Menschen ist, sich mehrere Tage von ihren Hunden zu trennen. Dennoch mussten wir bereits in den vergangenen Jahren immer wieder feststellen, dass zu viele, frei rumlaufende, bellende oder eben nicht die Kompostklos benutzende Hunde die Camp-Atmosphäre erheblich beeinträchtigen können.

Mit dem neuen Platz haben wir uns obendrein zusätzlich verpflichtet, das AMS hundefrei zu halten, weswegen wir euch noch einmal sehr eindringlich bitten wollen, eure Hunde während des AMS woanders unterzubringen.

Anmeldung

Dieses Jahr gibt es zum ersten Mal die Möglichkeit, sich zum einen für das Camp und zum anderen für den Auf- bzw. Abbau anzumelden.

Wie ihr euch sicher denken könnt, hilft es uns enorm bei der Kalkulation von Arbeitszeiten, Kosten, Essen etc. wenn wir vorab ungefähr wissen, mit wie vielen Menschen wir rechnen können.

Erfahrungsgemäß werden vor allem beim Abbau richtig viele Leute benötigt (und je mehr Leute wir sind, desto netter können wir es uns machen). Falls ihr es also nicht schon getan habt, meldet euch bis zum 14. August über die Onlineformulare an.

Übrigens: Besonders interessant für uns zu wissen ist, ob ihr irgendwelche außergewöhnlichen Bau-, Koch-, Technik- und andere Skills habt und ob ihr zum Auf- und Abbau Material und Werkzeug mitbringen und zur Verfügung stellen könnt.

Kinderbetreuung

Es wird beim diesjährigen AMS die Möglichkeit geben Kinder während der Workshopzeiten betreuen zu lassen, sodass Eltern und andere Aufsichts- und Bezugspersonen die Workshops besuchen können. Bitte berücksichtigt, dass wir leider keine rund-um-die-Uhr-Betreuung anbieten können.

Wer also Kinder mitbringt (worüber wir uns sehr freuen) und abends feiern will, sollte sich im Vorfeld (zB mit anderen Eltern) überlegen, wie sich das gut vereinbaren lässt. Solltet ihr bereits wissen, dass ihr Kinder mitbringt, freuen wir uns sehr, wenn ihr uns das per Anmeldeformular wissen lasst, weil uns das die Planung erheblich erleichtert.

Schutz- und Awarenessschichten zu besetzen

Absolut unverzichtbar für ein gut laufendes Camp ist eine gut funktionierende Schutz- und Awarenessstruktur. Daher sind wir froh, dass mit unseren Wohlfühlatzen und dem Awarenessteam alte AMS-Hasen eine solche Struktur planen und organisieren. Eine gute Struktur wiederum ist jedoch nichts ohne tatkräftige Helfer_innen, weshalb wir euch bitten, euch folgende Aufrufe besonders zu Herzen nehmen, denn: Keine verbindlichen Schutz- und Awareness-Zusagen – kein Camp.

  • Wohlfühlatz_innen:
  • Hallo liebe Mitgestalter_innen des diesjährigen AMS! In grenzenloser Vorfreude fiebern wir dieses Jahr endlich wieder einem AMS Camp entgegen. Die Durststrecke von 2015 ist überwunden und es kann im September wieder fleißig Politik, Kultur und Hedonismus getankt werden. Und wie die Jahre zuvor sind auch dieses Jahr die Wohlfühlatzen mit den rosa Capie’s am Start und bemüht ein AMS mit zu gestalten, auf welchem sich möglichst alle wohl fühlen können. Bei einem selbstorganisierten Camp kommt dabei natürlich auch ihr in’s Spiel.

    Dieses Jahr sind erneut 50 Schichten zu belegen welche der Vorbereitungskreis der Wohlfühlatzen nicht im Ansatz alleine besetzten kann. Daher sprecht doch bitte in euren Gruppenplena darüber oder macht euch als Einzelpersonen Gedanken über die Belegung einer oder mehrerer Schichten (Do, Fr, Sa: 22-1h; 1-3h; Fr+Sa: 3-5h und Sa: 5-7h).

    Es wird für alle Schichten Getränke und Essen geben und die wirklich späten Schichten haben die Möglichkeit, in ruhigeren Räumen ihren Schlaf nachzuholen. Alles in allem waren wir die vergangenen Jahre leider immer chronisch unterbesetzt, was an die Kapazitäten einiger weniger ging. Entsprechend wäre es schön wenn von der ein oder anderen Gruppe/ Einzelperson bereits im Vorfeld ein Feedback über potentielle Schichtbelegungen kommt.

    Falls ihr Fragen bezüglich der Schichten oder der Wohlfühlatzen habt, könnt ihr euch gerne an folgende Adresse wenden: Prinzess_ams[at]riseup.net. Auf Anfrage können wir euch ein Konzept zukommen lassen, in welchem die Vorgehensweisen und Erwartungen der Rosa Capie-Crew zu lesen sind.

    Wir freuen uns auf euer Feedback und sehen uns im September auf dem AMS,

    solidarische rosa Capie Grüße,
    eure Wohlfühlatzen

  • Awarenessteam
  • Wir wünschen uns einen Ort, an dem sich jede*r wohlfühlen kann!

    Wir leben in einer Gesellschaft, in der Sexismus, Rassismus und andere Formen der Diskriminierung und Unterdrückung zum alltäglichen Erscheinungsbild gehören. Auch vor Räumlichkeiten und Veranstaltungen mit libertärem und emanzipatorischem Anspruch machen Übergriffe solcher Art leider keinen Halt, allerdings wollen wir sie hier während des Camps nicht dulden. Um die vorhandenen Hirarchien und Unterdrückungsmechanismen überwinden zu können, müssen wir sie und unsere eigene Rolle dabei erkennen, reflektieren und jeden Tag aufs Neue hinterfragen.

    Das Awareness-Konzept möchte einerseits für einen respektvollen, auf persönliche Grenzen achtenden Umgang sensibilisieren. Andererseits diejenigen stärken, zu Wort kommen lassen und unterstützen, welche Unterdrückung, Diskriminierung und Übergriffe wie Grenzverletzungen erleben.

    Durch einen Infotisch mit Flyer und Broschüren sowie Plakate auf dem Veranstaltungsgelände werden wir auf die Thematik aufmerksam machen und Raum für Austausch und Sensibilisierung anbieten. Wir werden unser Konzept in den Plena vorstellen, um es möglichst vielen Menschen vorzustellen.

    Dieses Konzept beinhaltet außerdem für den direkten Umgang mit grenzverletzenden Situationen und Übergriffen während des Camps folgende Unterstützungsmöglichkeiten: Ansprech- und Begleitpersonen sowie spezielle Rückzugsmöglichkeiten (safer spaces) auf dem Gelände.

    Damit auf dem Camp eine Awareness-Struktur aufgebaut werden kann, braucht es viele Menschen, die sich aktiv einbringen. Das erste Organisationsplenum findet am Donnerstag oder Freitag, den 01. o. 02.09.2016 statt (achtet auf Ankündigungen), weitere Organisations- und Reflexionsplena werden am Wochenende folgen, mehr Infos gibt’s vor Ort. Falls ihr jetzt schon wisst dass ihr eine Schicht im Safer-Space übernehmen wollt, könnt ihr uns über folgende Mail-Adresse erreichen: awarenessstruktur.ams[at]riseup.net

    Vernetzungsoffensive

    Stuttgart, Stuttgart Spießerstadt oder Schrankenhusenborstel – die Größe und Präsenz linksradikaler Strukturen ist überschaubar. Daher haben wir uns vorgenommen, den Aspekt der Vernetzung politischer Gruppen, Initiativen und Interessierter mehr in den Fokus zu rücken. Dazu haben wir uns zwei Sachen überlegt:

  • Vernetzungszelt
  • Erstens soll allen politischen Gruppen & Initiativen die Möglichkeit gegeben werden, Infomaterial mitzubringen, um sich und ihre politische Arbeit an einem kleinen *Infostand* oder einer *Infotafel* vorzustellen. Das ganze wird in einem eigenen Vernetzungszelt zusammengestellt und nach Regionen sortiert werden. Wenn ihr euch dort vorstellen wollt, würden wir uns über eine kurze Rückmeldung freuen, damit wir einschätzen können, wie hoch der Platzbedarf ist.
    Einfach ne Mail an: ams-workshops[at]riseup.net

  • Gruppenvorstellung
  • Zweitens wird es Samstag abends um 19 Uhr ein „meet and greet (your local politgruppe)“ geben. Hier werden sich zuerst die verschiedenen Netzwerke und überregionalen Zusammenschlüsse in großer Runde vorstellen. Anschließend wird das ganze nach Städten/Regionen aufgeteilt. Jede lokale Gruppe hat so die Möglichkeit, sich vorzustellen: Wer sind wir? Was machen wir? Wie kann mensch uns erreichen? So sollen Menschen, die gerne aktiv werden wollen, einen Überblick bekommen, welche Gruppen es in ihrer Nähe gibt und außerdem können verschiedene Gruppen sich nochmal besser kennenlernen, um eventuell zusammenzuarbeiten.

    Damit das ganze funktioniert, gebt bitte im voraus Bescheid ob ihr euch mit eurer Gruppe daran beteiligen werdet. Auch hier ist der Kontakt: ams-workshops[at]riseup.net

    Workshop-Moderation

    Die Workshop-AG wird in diesem Jahr ca. 35 Workshops und Vorträge zu sowohl aktuellen, als auch klassischen politischen Themen/Theorien einladen. Damit bei diesen auch ordentlich die Köpfe qualmen und konstruktive, sowie destruktive Diskussionen geführt werden können, sollen diese moderiert werden. Dafür werden noch Leute benötigt, die sich zutrauen dies mit Hilfe von Redner*innenlisten und dem Beachten einiger Diskussionskriterien zu ermöglichen. – Traust du dir das zu? – dann wende dich bitte an: ams-workshops[at]riseup.net und wir senden dir gerne unseren „Leitfaden zur Moderation von Workshops“ zu.

    Bierpreisinflation und „fliegende Biere“

    Kurz und schmerzlos: Das AMS macht zwar an keiner Stelle Profit, muss aber seine Selbstkosten wieder reinholen. Daher wird in diesem Jahr das Bier 50 Cent teurer. Das bedeutet, dass das billigste Bier statt bislang 1€ von jetzt an 1,50€ kosten wird.

    Da wir die Ungemütlichkeiten der Warenproduktion auf dem AMS möglichst gering halten wollen und wir wissen, dass eine Preiserhöhung von 50 Cent für den einen oder die andere einen spürbaren Unterschied macht, ist uns diese Entscheidung nicht leicht gefallen.

    Der Versuch, das ein bisschen aufzufangen, ist die Einführung von „fliegendem Bier“, was manchen von euch aus anderen Kontexten als „Fliegender Kaffee“ bekannt sein könnte. Das Prinzip ist einfach: Wer es sich gerade leisten kann, kann sozusagen für andere in Vorkasse treten. Wenn Anna also drei Euro bezahlt, aber nur ein Bier für 1,50€ trinkt, wird ein „fliegendes Bier“ notiert, welches sich Hanna, die kein Geld für Bier hat, für umsonst rausgeben lassen kann.
    Wir hoffen, dass diese Möglichkeit solidarischer Umverteilung rege genutzt wird und so niemand Bierdurst leiden muss.

    Aufbauvokü

    Wer von euch schon immer im nebelumhangenden Schwarzwaldmorgen früh aufstehen wollte, um Kaffee zu kochen und Aufstrich zu pürieren, wer gerne spät am Abend Nüsse einweicht und Kerne röstet, tagsüber gerne schnippelt, dünstet, kocht, blanchiert oder mal eben einen Kuchen backt, dabei in genüsslichen Raucherpausen gerne frischen Bananensmoothie schlürft, immer ein offenes Ohr für eine Lobhudelei und ne große Fresse für nen dummer Spruch hat- meldet euch bei der Aufbauküche, wir brauchen euch und ihr seid uns sehr Willkommen. Wenn ihr noch keine Erfahrungen darin habt, für 80 bis 100 Menschen zu kochen, dann macht sie halt mit uns zusammen…

    Campspenden und Finanzen

    Durch den Umzug des Camps und die damit verbundenen Herausforderungen und Planänderungen sind unsere Kosten gestiegen. Um das auszugleichen brauchen wir euer Geld.

    Campbeitrag 25-40€ (nach oben offen)

    Unliebsame Reproarbeit

    Klos putzen, Aufräumen und Müllentsorgung sind unbeliebt, muss aber gemacht werden. Plant das gerne schon im Vorfeld ein oder sagt sogar Schichten zu, das spart uns Nerven und ermöglicht allen ein sauberes Camp. Wenn ihr eine Idee habt, wie sich dieser unliebsame Bereiche für viele möglichst angenehm gestalten lässt, teilt es uns mit oder – noch besser – überlegt euch ein Konzept und nehmt das in die Hand.

    Solidarische Grüße,

    Euer AMS-Orga-Haufen


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